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Dubliner Klavierwettbewerb schloss neun russische Pianisten aus - und lud sie wieder ein

·Dublin, Irland

Roman Kosyakov war einer von neun russischen Pianisten, die die Dublin International Piano Competition im März 2022 ausschloss. Im April hob der Vorstand das Verbot auf; im Mai wurde er Dritter.

Neun russische Pianisten wurden von der Dublin International Piano Competition (DIPC) ausgeschlossen - "out of the 65 originally scheduled to take part", wie The Irish Times am 11. März 2022 in einem Artikel von Ronan McGreevy berichtete. Der Artikel nannte sie namentlich, "according to the website thepianoleague.com": Sergey Belyavskiy, Arseniy Gusev, Maxim Kinasov, Roman Kosyakov, Arsenii Mun, Ilya Shmukler, Vitaly Starikov, Arseny Tarasevich-Nikolaev und Dmitry Yudin.

Im März 2022 erklärte die DIPC, sie verstehe, dass viele Musiker den Krieg nicht unterstützen, "but in light of Russia's actions, we will be unable to include competitors from Russia in the 2022 competition".

Der Artikel der Irish Times zitierte Kosyakov mit einem Beitrag auf Instagram: "I'm just curious, how will this help to stop the war". Mun zitierte er von Facebook: "People should know, being from Russia does NOT mean that we are taking part in such decisions!"

Derselbe Artikel berichtete, dass die Van Cliburn International Piano Competition in Texas ihre russischen Teilnehmer behielt und erklärte, sie betrachte sie nicht als "officials of their government".

Die World Federation of International Music Competitions (WFIMC), der die DIPC angehört, veröffentlichte eine undatierte Erklärung zu russischen und belarussischen Kandidaten. Darin bat sie die Mitgliedsorganisationen, "not to discriminate against and exclude any young and gifted artists from participating in their competitions"; der Dubliner Wettbewerb wird in dieser Erklärung nicht genannt.

Dann nahm der Vorstand der DIPC die Entscheidung zurück. In einer Erklärung, deren archivierte Seite den Zeitstempel 4. April 2022 trägt, schrieb der Vorstand, er "condemns the flagrant violation of international law by the Russian authorities" und "also recognize[s] that individual artists cannot be punished for the actions of their State". Unter Berufung auf die Erklärung der WFIMC beschloss er, "to re-extend the invitation to participate in the Quarter-Finals of this year's Competition to competitors from all countries, including Russia".

Der Wettbewerb lief vom 17. bis 24. Mai 2022. Kosyakov gewann den dritten Preis und den Bridget Doolan Prize für die beste Interpretation eines Stücks von Mozart, wie The Journal of Music am 25. Mai 2022 berichtete; RTE Culture übernahm den Artikel. Derselbe Bericht hielt fest, der Ausschluss "was subsequently reversed after public criticism". Die beiden Fundstellen sind ein Bericht, nicht zwei unabhängige.

Die Seite mit der Erklärung der DIPC unter https://dipc.ie/statement-from-the-dipc/ liefert inzwischen HTTP 404; ihr Text ist unter https://web.archive.org/web/20220404181529/https://dipc.ie/statement-from-the-dipc/ erhalten. Keine der hier geprüften Quellen hält fest, ob die anderen acht Pianisten angetreten sind.

Quellen

Stand der Dinge

Zurückgenommen: Der Vorstand der DIPC lud Teilnehmer aus allen Ländern, einschließlich Russlands, erneut zum Viertelfinale ein - in einer Erklärung, deren archivierte Seite den Zeitstempel 4. April 2022 trägt. Roman Kosyakov, einer der neun, trat im Mai 2022 an und gewann den dritten Preis; was aus den anderen acht wurde, halten die geprüften Quellen nicht fest. In keiner der zitierten Quellen fand sich eine spätere Korrektur oder Richtigstellung.

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